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Es ist ein ansprechendes Buch geworden: Die Festschrift mit Chronikteil anlässlich des 150-jährigen Gründungsfestes der Freiwilligen Feuerwehr Triftern.

Im ersten Teil des rund 120 Seiten umfassenden Werkes sind Angaben und Fotos zum Gründungsfest mit Festausschuss, Festdamen, Vorstandschaft und Patenverein FFW Anzenkirchen zu finden. Für diesen Teil war Schriftführer Andreas Aigner verantwortlich, ebenso wie für die Foto-Zusammenstellungen zu den Fahrzeugen der Wehr, der Jugendfeuerwehr und gesellschaftlicher Ereignisse. Andreas Aigner zeichnete zusammen mit Annette Schleich aus Anzenkirchen auch für den gelungenen Satz und Layout der gesamten Festschrift verantwortlich.

Den Chronik-Hauptteil hatte Mario Obermaier zusammengestellt. Er durchstöberte dafür die überwiegend komplett vorhandenen Sitzungsprotokolle und Niederschriften und suchte die wichtigsten Ereignisse der 150-jährigen Vereinsgeschichte heraus. Die im Original vorhandene Gründungsurkunde vom 15. Oktober 1868 stellt dabei eine besondere Rarität dar. Der Gerbermeister Jakob Zach wurde zum ersten Kommandant gewählt. Bereits 1868 beschaffte die noch junge Wehr "Requisiten", wie die Ausrüstung damals hieß. Die erste Saug- u. Druckspritze wurde ebenfalls 1868 beim renomierten Hersteller Ruppert Gugg in Braunau am Inn gekauft. Ein hölzerner, zwölfsitziger Mannschaftswagen stellte schon damals die Grundlage für eine stets fortschrittliche Ausstattung der Trifterner Wehr dar.

Nach der Gründung im Jahre 1868 musste die Wehr demnach bald danach bei einem Großbrand beim "Meier-Bräu" (heutige Pizzeria Oberer Markt) ihre Bewährungsprobe bestehen. 1872 wurde die zweit Saug- u. Druckspritze bei Joseph Einhellig in Pfarrkirchen gekauft. Die erste fahrbare Schubleiter mit einer erreichbaren Höhe von 14 m kam 1888 nach Triftern und ist auch immer noch in gutem Zustand vorhanden. 1894 feierte die Wehr ihr 25-jähriges Bestehen. 1920 wurde unter dem damaligen Bürgermeister Adolf Bausewein erstmals eine Wasserleitung mit Hydranten gebaut und man war zum Löschen nicht mehr nur auf offene Gewässer angewiesen. Im Jahre 1928 hielt mit einem erstmals motorisierten Mannschaftswagen die nächste Innovation Einzug bei der FFW Triftern. Anlässlich des 65-jährigen Gründungsfest stiftete Maria Reichenwallner 1934 die erste und bis jetzt aktive Vereinsfahne. 1968 feierte die Wehr Ihr 100-jähriges Bestehen. Im Jahre 1988, 120 Jahre nach der Gründung, erhielt das moderne, fünftorige Feuerwehr-gerätehaus beim Rathaus- u. Bauhofgelände den kirchlichen Segen und wurde seiner Bestimmung übergeben. Die Indienststellung neuer Fahrzeuggenerationen zusammen mit dem Markt Triftern stellte jeweils auch besondere Höhepunkte der Vereinsgeschichte dar: Kombi-Transporter mit Tragkraftspritze (TS 8/8 / 1963), Tanklöschfahrzeug (TLF 8/18 / 1972), Löschgruppenfahrzeug mit Atemschutz und hydraulischem Rettungssatz (LF 8 / 1980), Versorgungs-Lkw (1994), Dekontaminations-Lkw des Bundes (2000), Tanklöschfahrzeug (TLF 16/24 / 2002), Mehrzweckfahrzeug (2009), Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF 10/6 / 2011) und Dekontaminations-Anhänger des Freistaates Bayern (2015).

Neben Andreas Aigner und Mario Obermaier wirkten noch Weitere an der Chronik mit:
Adolf Motog beschäftigte sich als Leiter der ABC-Gefahrstoff-Einheit auch mit deren Eingliederung von Landkreisebene in die Feuerwehr Triftern ab 1996. Er berichtete über herrausragende Ereignisse wie die Mitwirkung bei der große Keulungsaktion 2007 wegen eines Vogelgrippe-Verdachts oder die Bereitstellung bei der Fußball-Weltmeisterschaft in München 2006.

Kassier Andreas Richter fasste für die Chronik beeindruckende und unvergessene Einsätze zusammen. Dazu gehörte u. a. der Einsatz beim Verkehrsunfall mit einem Gurken-LKW des damaligen Showstars Daniel Küblböck 2004, der Brand eines Vierseithofes in Wilzing 2004 oder ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei Toten in Ringfüssing 2003.

Karl Kaiser schrieb in der Chronik über besondere Persönlichkeiten der Wehr. Dazu gehören zum Beispiel die Kommandanten aus der Gründerzeit Franz von Streber und Ludwig Reichenwallner. Dank herrausragender und beispielhafter Leistungen finden auch die Kreisbrandmeister und Kommandanten Johann Gillmeier, Otto Pelkermüller und Christian Kranz, Ehrenvorsitzender Rudolf Holzinger, sowie der Schirmherr und Ehrenkreisbrandrat Johann Prex oder der jetzige Kreisbrandrat René Lippeck Erwähnung.

Bevor es die Festschrift mit Chronik während des gesamten Festes vom 11. - 13. Mai zu kaufen gibt, ist diese ab sofort auch in der Sparkasse, der VR-Bank, den Bäckereien Schulz und Voggenreiter sowie bei Schreibwaren Limbrunner-Lejus erhältlich.

Verfasser: Karl Kaiser

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